„I Spy Quilt“ zum ersten Geburtstag

Schon vor Jahren habe ich auf dem Blog von Red Pepper Quilts diesen tollen „I Spy Quilt“ entdeckt und war ganz begeistert. Die Farbzusammenstellung dort war zwar nicht so mein Ding, aber der „Economy Block“ und überhaupt die Idee eines „Ich sehe was, was Du nicht siehst“-Quilts fand ich toll. So kam es, dass ich auch schon vor Jahren mit einigem zeitlichen Abstand zwei Mal einige Meter des tollen Motivstoffs „Your little World“ von Stof gekauft habe. So hatte ich jetzt den Luxus ausschließlich aus meinem umfangreichen Stoffschrank mit diesen Motivstoffen, weißem und rotem Kona Cotton einen eigenen Quilt in diesem Stil zu machen.

Der Economy Block ist grundsätzlich sehr einfach zu nähen, aber ehrlich gesagt doch relativ aufwändig, da für jedes „Viereck“ acht Nähte notwendig sind. Es ist tatsächlich bisher das aufwändigste Projekt direkt nach meinem Bargello. Und da ich am Anfang beim Begradigen der einzelnen Blöcke einen Denkfehler hatte würde ich jetzt nicht direkt behaupten, dass er insgesamt sehr gerade oder auch nur ansatzweise perfekt ist, aber ich liebe das Ergebnis.

Für die Rückseite habe ich wieder gelben Noppen-Minky verwendet, das ist einfach sooo schön kuschelig. Und jetzt, wo die erste Wäsche erledigt ist, kann ich auch wieder durchatmen. Ich hatte vorher doch arge Bedenken wegen der Farbkombination. Die Facebookgruppe der Patchworkgilde hat mir da sehr geholfen. Neben den Farbfangtüchern, die ich ohnehin benutzt hätte, gab es noch verschiedene Tipps die ich beherzigt habe:

Nur auf 30° waschen, extra spülen / kein Wassersparprogramm, ein gutes Waschmittel und den Quilt direkt nach dem Waschen aus der Maschine nehmen und nicht liegen lassen. Eine halbe Packung Farbfangtücher musste dran glauben und das war auch gut so. (siehe Bild) Ich habe sogar wegen ein paar kleineren Verfärbungen direkt noch ein zweites Mal gewaschen, mit der anderen Hälfte der Packung… Jetzt bin ich super zufrieden. Und der Quilt ist immer noch rot-weiß und nicht rosa-rot. *puh*

Mein Kleiner ist gleich darauf herum gekrabbelt und hat auf die vielen verschiedenen Motive gezeigt. Ich freue mich schon darauf mit ihm unter der Decke zu kuscheln und verschiedene Spiele zu spielen. Im Moment sind wir noch bei „das ist ein Apfel“ und „das ist ein Auto“. Aber ganz bald kann ich sicherlich fragen „wo ist der Hund?“ oder „wo ist das Haus?“. Dann kommt vielleicht wirklich irgendwann eine Runde „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ oder aber die Möglichkeit sich aus ein paar Motiven eine Geschichte zum Erzählen auszudenken. Und da habe ich noch gar nicht aus dem restlichen Stoff Kärtchen gebastelt, auf denen die Motive der Decke auch drauf sind. Die Spielmöglichkeiten sind so vielfältig! Und deswegen bin ich ganz begeistert.

Trotzdem werde ich wahrscheinlich nicht so schnell wieder einen so aufwändigen Quilt machen. Ich bin eigentlich eben doch eher Fan von schönen Blöcken, die einfach und schnell zu nähen sind.

Bärenstark der Bärlauch

Ihr Lieben, die Bärlauchsaison hat begonnen!! Ich konnte es schon seit Tagen kaum erwarten und nachdem diese Woche endlich mal wieder schönes Wetter war, bin ich gleich losgezogen. Wir haben eine wirklich tolle Stelle ganz in der Nähe und meine Eltern waren auch mit dabei. Wir haben erstmal nur genug für die leckeren Bärlauch-Käsespätzle und den Bärlauch Brotaufstrich gesammelt. Aber ganz bald komme ich wieder, damit wir genug Vorrat an Bärlauchpaste haben um immer wieder im Laufe des Jahres Bärlauch-Gerichte genießen zu können.

Aber Vorsicht, es gibt einige sehr giftige Pflanzen mit Verwechselungsgefahr (Maiglöckchen, Herbstzeitlose und Aronstab)! Also informiert Euch gut und passt gut auf! Ich habe mich hier schlau gemacht und bin damit gut zurecht gekommen. So wie ich es verstanden habe, ist es zumindest eher unwahrscheinlich, dass mitten im Bärlauchfeld eine dieser giftigen Pflanzen wächst, da sie andere Standorte bevorzugen. Trotzdem schaue ich mir zu Hause beim putzen der Blätter jedes einzelne noch einmal an, ob es die charakteristische matte Unterseite aufweist. Natürlich ist insbesondere der Geruch ein ganz sicherer Indikator. Also passt gut auf und geht kein Risiko ein!

Auch achte ich beim Sammeln natürlich darauf nicht mehr als ein oder zwei Blätter pro Pflanze abzuknipsen, damit der Bestand erhalten bleibt. Allerdings könnt Ihr auf den Fotos sehen, dass es mir recht schwer fallen würde, dieses riesige Feld abzuernten…

Dieses Jahr möchte ich auf jeden Fall auch eine Bärlauchtinktur ansetzen, um auch die heilenden Wirkungen das ganze Jahr über nutzen zu können. Ich werde berichten, sobald ich sie ausprobiert habe.

Also, zieht los und kocht Euch was leckeres mit selbst gesammeltem Bärlauch!

Cake-Smash zum 1. Geburtstag

Wir haben es getan… Nach langem Überlegen und viel Grübeln, ob es okay ist dafür einen Kuchen zu opfern und ob man wirklich jeden Trend mitmachen muss, haben wir uns entschieden es einfach zu tun. Wir haben ein Cake-Smash Shooting zum ersten Geburtstag gemacht!

Den Kuchen habe ich natürlich selbst gemacht. Er besteht aus diesem wunderbaren Biskuitrezept, das sich für Motivtorten einfach perfekt eignet. Ich habe den Boden mit etwas selbst gemachter Sauerkirschmarmelade eingestrichen und mit diesem tollen Frosting verziert. Ich habe wenig Übung damit Buttercreme zu spritzen, aber ich bin recht zufrieden. Das Ganze ist letzte Nacht gegen 1 Uhr auch etwas schief geraten, aber das schien unserem Knöpfchen nichts auszumachen.

Normalerweise verzichten wir bei dem Kleinen fast komplett auf Zucker. Aber damit die Kuchenkonsistenz auch gut für den Zweck funktioniert und da die Creme „spritzfest“ sein sollte, habe ich darauf in diesem Fall keine Rücksicht genommen. Wir sind was den Zucker angeht ohnehin nicht „päpstlicher als der Papst“. Hin und wieder bekommt der Kleine von uns ein Ministückchen Kuchen oder Schokolade ab. Wir geben nur nicht generell Süßigkeiten und möchten das für eine Weile auch noch weiter so handhaben. Bis jetzt ist der Kleine mit Reiswaffeln und Maisstangen eben auch noch total zufrieden.

Mein Mann und meine Eltern haben diesen super schönen Hintergrund gestaltet und heute Mittag um 11 Uhr ging es dann endlich los. Unser Kleiner fand es direkt lustig auf das seltsame Objekt zu patschen und als er dann auch noch gemerkt hat, dass das komische blaue Zeug schmeckt, fing er gleich begeistert an zu schlecken. Nachdem dann der Hunger gestillt war wurde noch etwas weiter gematscht… Mimik und Gestik war einfach super süß und teilweise zum Totlachen.

Unser Freund Sulo war dabei und hat ein Video für uns gedreht, das Ergebnis haben wir natürlich noch nicht, freuen uns aber schon riesig darauf. Mein Mann hat parallel fotografiert und wir sind hin und weg. Es war eine schöne Erfahrung, die wir durchaus empfehlen können. Und da der Kleine gut 2/3 des Kuchens unversehrt gelassen hat, konnten wir den Rest dann zum Kaffee trinken auch noch genießen, so hält sich das schlechte Gewissen in Grenzen 😉

Edit vom 02.04.2021: Inzwischen haben wir das Video erhalten, Ihr könnt es Euch hier ansehen.

Die Namenstorte zur Namensgebungsfeier

Wir haben uns gegen eine Taufe entschieden, aber wollten auf Paten und eine kleine Willkommenszeremonie trotzdem nicht verzichten. Deswegen haben wir uns für eine selbst gestaltete Namensgebungsfeier entschieden.

Das Ganze fand letztes Jahr in der Lock-Down-Pause im engsten Familienkreis mit den Paten statt. Wir haben uns eine kleine Zeremonie überlegt, die Paten ernannt, Patenbriefe und selbst gestaltete Kerzen übergeben und dann die Gelegenheit genutzt gemeinsam kegeln zu gehen und den Tag schön ausklingen zu lassen.

Da ein weiteres meiner Lieblingshobbies Tortendekoration ist, durfte eine schöne Torte zu diesem Anlass natürlich nicht fehlen. Also habe ich einen leckeren Schokokuchen gebacken, weiße Schokolade Buttercreme angerührt und den Eimer Massa Ticino Tropic geöffnet. Mein Mann hat auch mitgeholfen und wir sind mit dem Ergebnis ganz zufrieden…

Versicherungen fürs Baby – viel zu früh oder genau richtig?

Zugegebenermaßen, trotz meiner Banklehre von Anno-Dazumal waren Versicherungen nicht das Erste an das ich gedacht habe, als ich unseren kleinen Knopf im Arm gehalten habe. Aber nun ist der Kleine schon fast ein Jahr alt und es gibt noch das ein oder andere was geregelt werden könnte.

Ein Sparkonto haben wir schon und das Thema Krankenversicherung ist schon längst geklärt, damit ist doch erstmal alles ok, oder?

Ich habe das große Glück einen Schwager zu haben, der sich mit Versicherungen super gut auskennt. Da sitze ich quasi direkt an der Quelle und habe mich mit ihm darüber ausgetauscht.

Auf die Idee einer Zusatzkrankenversicherung bin ich ja noch selbst gekommen, die habe ich für mich schließlich auch.

Eine Unfallversicherung? Hmm, da hatte ich ein paar Zweifel. Aber sollte doch mal etwas wirklich Schlimmes passieren, ist es gut Geld für einen eventuell notwendigen Hausumbau (z.B. Barrierefreiheit) oder Ähnliches zu haben. Da hat er uns eine Versicherung mit sehr günstigem Preis und super Bedingungen rausgesucht. In der Hoffnung, dass wir diese niemals brauchen werden, bin ich nun doch froh, dass er abgesichert ist, falls mal etwas Schlimmeres als ein aufgeschürftes Knie passiert.

Wirklich begeistert bin ich von dem Fondssparvertrag mit integrierter Option auf eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung (BUZ). Ok, vielleicht bin ich ein bisschen weich in der Birne, dass ich mich für sowas begeistern kann, aber ich bin es tatsächlich. Denn eine BUZ sollte heutzutage einfach jeder haben, das gehört aus meiner Sicht zu den wirklich wesentlichen Absicherungen. Falls man jedoch irgendwelche Vorerkrankungen hat, wird es entweder teuer oder man bekommt gar keine Versicherung mehr bzw. die Vorerkrankungen werden ausgeschlossen. Natürlich hoffe ich, dass unser Kleiner keine Vorerkrankungen haben wird, aber wie kann ich das wissen?

Eine BUZ direkt jetzt schon abzuschließen ist erstaunlich teuer. Deswegen ist die Option eine echte Alternative für uns. Wir schließen einen kleinen Sparvertrag auf Fondsbasis ab, der nach Ablauf komplett mit der erzielten Verzinsung/ Rendite ausgezahlt wird. Und ohne Mehrkosten sichern wir unserem Sohn so die Option irgendwann eine BUZ ohne Gesundheitsprüfung abzuschließen. Das finde ich klasse!

Wir haben aufgrund der guten Beratung nun das Gefühl nur soviel gemacht zu haben, wie so früh Sinn macht… Ein bisschen spießig? Ja, bestimmt! Aber manchmal bin ich gern ein bisschen spießig 😉

Was habt Ihr so für Eure Kinder abgeschlossen? Wart Ihr genauso spießig wie wir?

P.S. Falls jemand von Euch davon profitieren möchte, dass mein Schwager nun ausführlich zu dem Thema recherchiert hat und andere Menschen natürlich mindestens genauso kompetent berät wie uns 😉 Findet Ihr seine Kontaktdaten hier.

Der „Zuckersüße Windmühlen“-Quilt zum siebten Geburtstag

Unsere Nichte hatte Geburtstag, den Siebten. Und da sie den Quilt, den ich ihrer Mama vor einiger Zeit geschenkt habe, so sehr mag, habe ich mir gedacht, dass sie vielleicht gern auch einen eigenen hätte.

Gesagt getan, ich hatte tatsächlich noch eine halbfertige Quiltvorderseite im Schrank, die ich mir gut vorstellen konnte. Sie besteht aus zwei (ich weiß den Namen leider nicht mehr) Charmpacks und weißem Kona Cotton. Das Hauptmuster sind Windmühlen aus so genannten half square triangles (HST), also halb-Quadrat-Dreiecken. Diese lassen sich toll Kette nähen und sehen auch noch schön aus. Die Möglichkeiten aus HSTs Muster zu legen sind nahezu unendlich, daher mag ich sie wirklich sehr gern.

Mit einer tollen Minky-Rückseite in gelb von der Butinette und einem noch vorhandenen Bambus Innenleben von Amazon war dann schnell ein Quiltsandwich erstellt. Und da ich den Luxus hatte, dass meine Eltern im Oktober mit mir in der KreativScheune in Horgenzell waren, wurde die Decke auf der dort gemieteten Longarm Maschine gequiltet. Das macht Spaß und ist total effizient!

So sieht die Decke nun fertig aus und hat eine Siebenjährige zum Strahlen gebracht. Ich liebe diesen Moment, wenn ich etwas selbst Gemachtes in liebevolle Hände abgeben darf! Und ja, das Fotoshooting im Schnee hat auch Spaß gemacht 😉

Vom Stadtkind zur Kräuterhexe?!

Ja, ich bekenne: Ich möchte eine Hexe werden. So eine richtig tolle Kräuterhexe, vielleicht verzichte ich auf den Buckel und die Hakennase, aber den Rest möchte ich mitnehmen.

Da gibt es nur ein Problem, ich bin ein Stadtkind! Inzwischen lebe ich zwar schon seit ein paar Jahren auf dem Land, aber ehrlich gesagt überträgt die Landluft keinerlei Wissen über Natur und Pflanzen. Ich gebe es nur ungern zu, aber zu Beginn meiner „Landkarriere“ wollte ich unbedingt Holunderblütensirup selbst machen. Eine liebe ehemalige Kollegin (Hallo Anne!!) hatte mir vor ein paar Jahren mal gezeigt wie das geht und das war ja ganz einfach! So zog ich mit einer Tüte los, als ich den ersten blühenden Holunderbusch beim Nordic Walking entdeckt habe und sammelte Blüten… Dass ich unterwegs eine ältere Dame traf, die sich über den frühen Zeitpunkt wunderte, bremste meinen Enthusiasmus nicht. Lange Rede, kurzer Sinn: macht es mir bitte nicht nach und macht aus Schneeball-Blüten Sirup! Das schmeckt nicht sonderlich gut und ist potenziell ziemlich giftig…

Seitdem bin ich sehr vorsichtig und recherchiere sehr sorgfältig, ob es Pflanzen mit Verwechselungsgefahr gibt. Idealerweise lasse ich mir eine neue Pflanze auch erst von jemandem zeigen, der sich auskennt.

Also Ihr lest, bis zur richtigen Kräuterhexe ist es noch ein langer Weg, aber ich kann mich für das Thema sehr begeistern und einige Pflanzen kann ich inzwischen mitsamt Anwendungen sicher erkennen und verarbeiten. Über ein paar werde ich hier auch noch berichten, wenn sie in Saison kommen, so dass Ihr Euch überlegen könnt, ob Ihr auch ein wenig zaubern möchtet.

Und schließlich habe ich noch einige Jahre Zeit bis ich voll ausgebildete Hexe sein möchte, niemand sagt, dass es schnell gehen muss. Daher ist mein Ziel jedes Jahr wenigstens zwei bis drei neue Pflanzen und deren Anwendungen kennenzulernen und auszuprobieren. Ich halte Euch auf dem Laufenden!

Babybauch Shooting im Lock-Down

Irgendwie ist es schon komisch mit dem Babybauch – zumindest für mich. Er hat so viele gemischte Gefühle in mir ausgelöst: Am Anfang, als man ihn noch gar nicht vom Schokoladenbauch unterscheiden konnte habe ich mich einfach nur dick gefühlt. Dann war ich fast ein wenig stolz. Die ersten Bewegungen zu spüren war der Wahnsinn! Und als mein Schatz das auch endlich von Außen konnte war noch toller – schließlich ist geteilte Freude doppelte Freude. Als er dann super straff wurde, hatte ich Angst vor Dehnungsstreifen und davor wie er wohl hinterher aussehen wird. All dies und noch viel mehr ist mir mal abwechselnd und mal gleichzeitig durch den Kopf geschossen.

So oder so, wir wollten den wachsenden Babybauch fotografisch festhalten. Also habe ich mir einen Rock und ein Oberteil ausgesucht und fortan wurde einmal pro Woche (wenn wir es geschafft haben daran zu denken) ein Foto in der gleichen Pose gemacht. Ein Tipp am Rande: macht es besser als wir und sichert diese Fotos regelmäßig, uns sind aufgrund einer defekten SD-Karte leider die ersten drei Monate verloren gegangen…

Ganz kurz vorm Endbindungstermin, mitten im ersten Lock-Down wollten wir aber dann doch noch das ein oder andere Babybauch Foto schießen. Wir haben uns viele Anregungen bei Pinterest geholt und dann mal versucht das ein oder andere nachzustellen. Mein Schwager war so lieb und hat auch einige Paarfotos von uns gemacht. Hier seht ihr ein paar davon, wir sind sehr glücklich damit, zumal zu diesem Zeitpunkt der Besuch eines Fotografen leider nicht möglich gewesen wäre…

Habt Ihr auch Babybauch Fotos selbst gemacht?

Eine Patchwork Krabbeldecke für Knöpfchen

Patchwork Decken zu nähen ist eines meiner liebsten Hobbies. Ich mag den kreativen Prozess: erst das Block-Design aussuchen und passende Stoffe auswählen. Um das Layout mache ich mir meist erst Gedanken, wenn ich alle oder fast alle Blöcke genäht habe. Meist mache ich auch nur eine Art von Block Design und nicht gleich mehrere.

Dann kommt das was ich am wenigsten gern mache: das Zuschneiden der benötigten Stoffteile. Deswegen arbeite ich auch gern mit schon zugeschnittenen Stoffen, aber die sind meist deutlich teurer als größere Stoffstücke und es gibt eben nicht alles genauso wie ich es gern hätte.

Das Zusammennähen (und je nach Design noch einmal auseinander schneiden) hat dann fast etwas meditatives. Ich liebe diesen Prozess, bei dem ich „Kette“ nähe und oft nebenher ein Hörbuch höre.

Vor Jahren habe ich mir ein eigenes kleines Designboard gebastelt, je nach Quilt-Größe kann ich darauf dann die fertig genähten Blöcke so lange hin und her schieben, bis mir das Enddesign gefällt. Dann geht es noch einmal ans Zusammennähen und „schon“ ist die Vorderseite des Quilts fertig…

Hier habe ich einige Fotos für Euch von der Krabbel- (oder eher Liege-)Decke für unseren kleinen Knopf. Das Design habe ich aus der Patchwork Easy Spezial von 3/2014. Die Decke hat unter dem Spielebogen gelegen und hatte auch im Laufstall ihr Zuhause. Die Stoffe habe ich teilweise von meinem Mann aus Italien mitgebracht bekommen, teilweise konnte ich sie aus meinem Stoffschrank ziehen und ein paar habe ich damals noch in Stuttgart in einem Stoffgeschäft extra für diesen Zweck dazu gekauft… Eine alte Bluse von mir und ein altes Hemd von meinem Mann habe ich auch noch verarbeitet. Das ist etwas, was ich besonders toll finde und für einen Baby-Quilt natürlich erst recht.

„Gequiltet“, also quer drüber genäht, um alle Lagen sicher miteinander zu verbinden habe ich zu Hause. Das Endergebnis gefällt mir gut. Gerade die Stoffauswahl ist mir aufgrund der Stoffe aus Italien, die ich unbedingt integrieren wollte, recht schwer gefallen. Daher bin ich mit dem Endergebnis noch glücklicher. Inzwischen kuscheln wir mit dieser Decke auf der Couch und sie wird immer wieder als Unterlage verwendet. Ich bin gespannt, welche Verwendungen unser kleiner Knopf im Laufe der Zeit noch dafür finden wird!